Wie du deine Elternzeit in deinem LinkedIn-Profil richtig einträgst
- Tanja Jakob
- 19. März
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Juli
Was dich in diesem Artikel erwartet
Warum es wichtig ist, dass du deine Elternzeit sichtbar machst
Schritt-für-Schritt Anleitung: wie du deine Elternzeit in deinem LinkedIn Profil einträgst
Wie du deine Elternzeit beschreiben kannst und was du dafür brauchst
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Selbstbewusst und authentisch die Elternzeit in deinem LinkedIn-Profil einzutragen und dein LinkedIn Profil zu optimieren, bietet viele Vorteile für deine berufliche Weiterentwicklung – vor allem, wenn du dich nach der Elternzeit neu orientieren oder bewerben möchtest.
Warum ist es wichtig, diese Lebensphase sichtbar zu machen? Ganz einfach: Du schließt nicht nur berufliche Lücken, sondern stellst die wertvollen Fähigkeiten und Erfahrungen in den Vordergrund, die du während der Elternzeit gesammelt hast. Darauf kannst du stolz sein! Dazu zählen Zeitmanagement, Organisation, Priorisierung und Flexibilität aber auch berufliche Weiterbildungen. Diese Kompetenzen sind in vielen beruflichen Kontexten gefragt.
👉🏼 Lies dazu den Blogartikel Die unschätzbaren Stärken von Müttern im Berufsleben - Von Anpassungsfähigkeit bis Zeitmanagement
Wähle die Fähigkeiten aus, die sich für dich stimmig anfühlen und die du mit anderen teilen möchtest. Welche das sein können und wie du dabei vorgehst, erfährst du in diesem Artikel. Dabei gilt: Je länger die Elternzeit(en) her sind, desto kürzer kannst du die Angaben halten.
Ein starkes LinkedIn-Profil sollte alle (beruflichen) Stationen abbilden, besonders eine so wertvolle und lehrreiche Zeit wie die Elternzeit. Hier erfährst du, wie du sie authentisch und professionell in LinkedIn einträgst.
Mit einem klaren Profil auf LinkedIn vermittelst du nicht nur Professionalität, sondern auch, dass du selbstbewusst mit deiner beruflichen Auszeit umgehst. Dein beruflicher Werdegang wird als Gesamtbild sichtbar und nachvollziehbar. Zudem zeigst du anderen berufstätigen Müttern, dass sich Karriere und Familie vereinbaren lassen.
Also, lass uns gemeinsam herausfinden, wie du die Elternzeit zu einem wertvollen Bestandteil deines LinkedIn-Profils machen kannst.
Schritt-für-Schritt Anleitung: Elternzeit im LinkedIn-Profil eintragen
Desktop Variante:
Profil öffnen: Gehe zu deinem Profil, indem du auf dein Profilbild oben rechts klickst und "Profil anzeigen" wählst.
Position hinzufügen: Scrolle zum Abschnitt "Berufserfahrung". Dort kannst du neue Positionen hinzufügen (Plus-Zeichen) oder bestehende bearbeiten (Stift). Mit Klick auf das Pluszeichen, öffnet sich ein Menü zum Hinzufügen einer beruflichen Position oder einer beruflichen Auszeit.
Berufliche Auszeit hinzufügen: Wähle „Berufliche Auszeit hinzufügen“. Ein neues Fenster öffnet sich. Ein Klick auf den Pfeil im Feld „Typ“ zeigt dir viele Optionen für berufliche Auszeiten. Wähle "Vollzeit-Elternschaft", um deine Elternzeit einzutragen.
Ort und Zeitraum eingeben: Optional kannst du deinen Wohnort hinzufügen; er ist aber oft nicht relevant. Gib das Startdatum deiner Elternzeit ein, meist der Geburtsmonat deines Kindes.
Enddatum eingeben: Wenn deine Elternzeit vorbei ist, entferne den Haken bei „Ich bin derzeit in dieser beruflichen Auszeit“ und trage das Enddatum ein.
Neuorientierung nach der Elternzeit: Bist du nach der Elternzeit ohne feste Anstellung, kannst du „Karriereübergang“ oder eine ähnliche Bezeichnung wählen, um dies kenntlich zu machen. Hier gelten dieselben Einstellungen wie oben.
Beschreibung deiner Elternzeit im LinkedIn-Profil
LinkedIn gibt dir die Möglichkeit, jede deiner Karrierestufen mit einer ausführlichen Beschreibung zu versehen und potenziellen Arbeitgebern dein Können detailliert zu präsentieren. So auch bei den beruflichen Auszeiten. Das ist deine Chance, deine Elternzeit in deinem LinkedIn-Profil hervorzuheben und zu verdeutlichen, welche Fähigkeiten du zusätzlich erworben und vertieft hast. Auch wenn sich das im Moment vielleicht nicht so anfühlt, du hast in dieser Zeit eine Menge gelernt!!!
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Mache dir bewusst:
Welche Fähigkeiten hast du durch die Kinderbetreuung gestärkt? (z.B. Organisation, Stressmanagement)
Welche Stärken konntest du weiter ausbauen?
Wie bist du mit neuen Situationen umgegangen?
Welche Eigenschaften und neuen Skills hast du entwickelt?
Hast du in dieser Zeit an Fortbildungen teilgenommen oder andere Qualifikationen erworben?
Vielleicht hast du während deiner Elternzeit eine Fortbildung besucht oder an einem Sprachkurs teilgenommen, während du die Betreuung deines Kindes / deiner Kinder organisiert hast.
Auch wenn du keine Fortbildung gemacht oder ein Babytreffen organisiert hast, hast du wertvolle Kompetenzen erworben und vertieft. Mache dir bewusst, dass wir als Eltern echte Führungskompetenzen entwickeln.
Füge der Beschreibung in deinem LinkedIn-Profil diejenigen Fähigkeiten und Eigenschaften hinzu, die für Arbeitgeber und eine zukünftige Position relevant sind bzw. diejenigen, die deine bisherigen beruflichen Erfolge unterstreichen.
Zum Schluss speicherst du den Eintrag über den blauen Speichern-Button unten rechts, und der Eintrag wird deinem LinkedIn-Profil hinzugefügt.
Alles Liebe!
Deine Tanja

❓ FAQ – Elternzeit bei LinkedIn eingeben
Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Elternzeit im Profil zu ergänzen?
Am besten dann, wenn du wieder sichtbar sein willst – z. B. zum Wiedereinstieg, bei beruflicher Neuorientierung oder wenn du dich neu positionieren möchtest.
Was, wenn ich noch in Elternzeit bin – soll ich das trotzdem schon angeben?
Ja, wenn du z. B. schon netzwerken oder den Wiedereinstieg vorbereiten willst. So zeigst du: Ich bin (bald) bereit und interessiert.
Soll ich meine Elternzeit überhaupt bei LinkedIn angeben?
Ja, denn Elternzeit ist ein wertvoller Bestandteil deines Werdeganges. Besonders, wenn du gerade in Elternzeit bist, und wieder in den Beruf einsteigen möchtest. Andernfalls entsteht eine Lücke, die du erklären musst.
Muss ich die Elternzeit angeben?
Nein, du bist nicht dazu verpflichtet, deine Elternzeit in beruflichen Netzwerken anzugeben. Sollten aber Lücken entstehen oder es zu beruflichen Veränderungen gekommen sein, erklärt der Eintrag der Elternzeit diese. Gerade für Teilzeit- oder Wiedereinstiegsbewerbungen kann das ein Pluspunkt sein.
Was, wenn ich während der Elternzeit nicht „produktiv“ war?
Das ist vollkommen in Ordnung! Elternzeit ist dafür da, dich in deine Rolle als (Mehrfach-) Mutter einzufinden und dich um das Kind / die Kinder zu kümmern. Niemand erwartet, dass du Weiterbildungen machst oder ein Unternehmen gründest. Aber wenn du es machst, dann erwähne dies auf jeden Fall. Auch durch das Mutter sein erwirbst du Kompetenzen, die im Berufsleben gefragt sind. Darauf darfst du stolz sein.
Kann ich den Eintrag auch wieder rausnehmen?
Natürlich, kannst du den Eintrag wieder löschen. Achte nur darauf, dass dadurch keine Lücke in deinem beruflichen Werdegang entsteht.